Vorausgeschaut: Die Architektur der Quantenresilienz

Kryptoanalytisch relevante Quantencomputer sind nur noch ein Frage der Zeit. Ob 2 oder 4 Jahre, ist noch unklar. Durch sie werden aber die Sicherheitsparadigmen von gestern schnell zu den Schwachstellen von morgen. Wahre Post-Quantum-Kryptografie (PQC) erfordert daher nicht nur den Wechsel eines Algorithmus, sondern eine strategische Verlagerung hin zu kryptografischer Agilität, sprich die Vorbereitung auf ein immer wieder anzunehmenden Austausch. Im Zentrum dieser Entwicklung steht die wichtigste – und doch oft übersehene – Grundlage: die umfassende Bestandsaufnahme.

Die Dokumentation Ihres kryptografischen Bestands

Um einen Perimeter zu verteidigen, müssen Sie ihn zunächst erfassen und kartografieren. Analog erfordert eine nachhaltige PQC-Umstellung ein zentrales Repository, das über einfache Tabellenkalkulationen hinausgeht. Dieses Inventar muss Folgendes sorgfältig dokumentieren:

  • System-/Modulkategorisierung: Detaillierte Nachverfolgung von nationalen Sicherheitssystemen, Geschäftsanwendungen, Waffensystemen, Cloud-Umgebungen und IoT-/unbemannten Systemen.
  • Kryptografische Metadaten: Identifizierung aller verwendeten Algorithmen, ihres Zwecks (Vertraulichkeit, Integrität oder Authentifizierung) und ihrer spezifischen Implementierung – sei es in Hardware, Mobilgeräten oder physischen Zugangskontrollen.
  • Eigentumsverhältnisse und Governance: Identifizierung der Schlüsselpersonen und Komponentenleiter, die für die Migration, das Risikomanagement und die Koordination verantwortlich sind.
  • Compliance-Artefakte: Pflege von Testplänen, Ergebnissen und Sicherheitsbewertungen, um sicherzustellen, dass jedes Engagement den strengen Standards des Bundes oder der Organisation entspricht.

Die Macht der Transparenz

Die Vorteile eines solchen Repositorys sind transformativ. Es bietet die strategische Transparenz, die erforderlich ist, um die Aufnahme zu optimieren und PQC-Lösungen dort zu priorisieren, wo das Risiko am höchsten ist. Durch die Identifizierung veralteter „Zombie“-Systeme – wie beispielsweise seit Jahrzehnten verwendete symmetrische Schlüsselprotokolle – können Unternehmen veraltete Technologien mit bewusster Dringlichkeit und ohne reaktive Panik auslaufen lassen, bzw. gezielt erneuern.

Integration von Risiken in den Prozess

Ein isoliertes Inventar ist statisch. Um echte Agilität zu erreichen, sollte Ihr kryptografisches Repository in Ihr Anwendungsrisikomanagement-Framework eingebunden sein. Nur diese Integration stellt sicher, dass eine Schwachstelle in einem bestimmten Algorithmus nicht nur ein Ticket auslöst, sondern eine automatisierte Bewertung der Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem ihrer Lösung umfasst. So kann die Unternehmensleitung Risiken in Echtzeit bewerten und vor der Bereitstellung überprüfen, ob die Maßnahmen zur Risikominderung wirksam sind.

Der Vorteil von TrustSource

Um diese Komplexität zu bewältigen, benötigen Sie eine Lösung, die die Schnittstelle zwischen Sicherheit und Lieferkette versteht. TrustSource bietet eine einzigartige Integration von Risikomanagement und Software Supply Chain Security, deren Vorteile speziell im Kontext von Quantensicherheit zum Tragen kommen. Durch die Kombination von automatisierter Asset-Erkennung und der Überführung der Erkenntnisse in das Risiko-Management, stellt TrustSource sicher, dass Ihre Migration zu PQC nicht nur eine einzelne Compliance-Aufgabe ist, sondern eine nachhaltige Strategie in Sachen Resilienz darstellt.

Ist Ihr Bestand bereit für den Quantensprung?

Lesen Sie hier, wie TrustSource mit ts-scan die oben erwähnte Phase „Erkennung und Bestandsaufnahme” automatisieren kann!

Wollen Sie mehr zu dem Thema erfahren?

Privacy Preference Center